Die Forderungen vom Baugewerbe

Die Forderungen vom Baugewerbe nach den Bundestagswahlen

Die Bundestagswahlen sind vorbei und nun fordert das Baugewerbe eine bessere Strukturierung der Ministerien und vor allem ein separates Bundesbauministerium. Das Ergebnis zeigt auch, dass die Bevölkerung sich einiges wünscht. In der vergangenen Legislaturperiode wurde viel versprochen, jedoch wenig umgesetzt. Das Bauen bezahlbarer Wohnungen steht für viele immer noch im Vordergrund.

Sollten sich die Koalitionsverhandlungen, die bereits begonnen haben, lange hinziehen, kann dies sogar zum Stillstand im Bauhandwerk führen.

Mehr Baugenehmigungen im Wohnungsbau

In der Zeit von Januar bis August 2017 wurden nur 200.000 Baugenehmigungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden erteilt. Die geschätzte benötigte Anzahl an Baugenehmigungen liegt bei mindestens 350.000. Die Differenz beläuft sich demnach auf 150.000. Kritisch wird im Baugewerbe auch die Tatsache gesehen, dass Grundstücke immer häufiger als Kapitalanlage genutzt werden und nicht bebaut werden.

Bundesbauministerium als kompetentes Zentrum

Bisher waren Bau und Verkehr getrennte Ministerien. Nun wird ein separates Bundesbauministerium gefordert. Dieses wäre für die Abstimmung der verschiedenen Prozesse zuständig und könnte für einen zügigeren Baubeginn und einen reibungslosen Ablauf sorgen. Um die Qualität im Baugewerbe hoch zu halten und Schwarzarbeit zu vermeiden, wird zusätzlich die Wiedereinführung der Meisterpflicht in den Bauberufen gefordert.

Bessere Baubedingungen schaffen

Ein neues Ministerium sollte die Einführung von standardisierten Genehmigungsverfahren und einer einheitlichen und rechtsverbindlichen Bauordnung anstreben. Außerdem sollte es sich darum kümmern, die existierenden energetischen Auflagen für Neu- und Umbauten zu überprüfen.

Klagenfurt, den 16.10.2017